Klüsserath (September 2008)
Hallo Concorde Reisemobilfreunde,
hiermit kündigen wir unser drittes Herbsttreffen vom 5. September bis zum 7. September 2008 auf dem Reisemobilstellplatz Hero in Klüsserath an der Mosel an.
Klüsserath ist ein klassisches Straßendorf mit langgezogenen Parallelstraßen und einer ausgedehnten Moseluferpromenade. Nicht umsonst sagt man an der Mosel, wenn es um lange Strecken geht: "so lang wie Klüsserath." Die Parallelstraßen sind durch kleine Gäßchen miteinander verbunden.
Ein Spaziergang durch Klüsserath gewährt reizvolle Einblicke in die Arbeitshöfe schöner Winzerhäuser. Die Bausubstanz der Wohnhäuser reicht teileise bis ins 17. Jahrhundert zurück. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen die Pfarrkiche, die mittelalterliche Wasserburg (später kurfürstliches Schloss) sowie der ehemalige Echternacher Hof.
Am westlichen Ortsausgang von Klüsserath mündet die Salm in die Mosel, die etwa 15 km südlich von Gerolstein in der Eifel entspringt. Über die Salm führen die Bundesstraße 53 und eine Dorfbrücke. Eine Moselbücke besitzt Klüsserath nicht.
Zu den bekanntesten Weinlagen an der Mosel gehört die "Klüsserather Bruderschaft". Der Name geht auf den Besitz einer Klosterbuderschaft zurück. In Klüsserath besaß auch der hl. Willibrord von Echternach Weinberge. Die zweite Klüsserather Weinlage heißt "Königsberg". Beide Weinlagen gehören zur Großlage "St. Michael", zu der auch die Weinlagen der Moselorte Mehring, Pölich, Schleich, Detzem, Ensch, Thörnich, Köwerich und Leiwen gehören.
Pfarrkirche St Maria
Die katholische Pfarrkirche St. Maria wurde 1783 an Stelle einer mittelalterlichen Vorgängerkirche im barocken Stil erbaut. Von dem früheren Gotteshaus stammt noch der spätgotische Chor (Ende des 15. Jahrhunderts). Das Langhaus mit eingefügtem Westturm wurde 1934 nach Süden erweitert. In der Nische über dem Rundbogenportal steht eine Figur der Muttergottes mit Kind.
Der steinerne Hochaltar aus dem Jahre 1622 ist eine figurenreiche Renaissancearbeit. Im Zentrum des Aufsatzes steht ein Vesperbild vor einem Kreuzrelief. In den Figuren zu beiden Seiten erkennt man die Heiligen Hubertus und Magdalena. Im Aufsatz ist die Krönung der Himmelskönigin dargestellt. Nach oben abgeschlossen wird der Hochaltar durch eine Kreuzigungsgruppe. Auf den Gebälkaufsätzen sind Figuren von acht Aposteln zu sehen.
Die gleichartigen, hölzernen Seitenaltäre stammen wie auch die Kanzel, die Kommunionbank und ein Großteil des Figurenschmucks aus dem 18. Jahrhundert. Erwähnenswert sind auch noch eine Anna Selbdritt (um 1500) und ein Kreuzigungsbildstock (ehemaliges Friedhofskreuz) aus der Zeit um 1600 im alten Chor. 1739 wurde der Bildstock zu einem Missionskreuz umgewidmet. Seitlich davon befindet sich das Grabmal für Richard von Hagen zur Motten († 1558) mit figürlicher Reliefdarstellung in Ritterrüstung.
Auf dem zur Pfarrkirche gehörenden Friedhof steht auf einem Sandsteinpfeiler ein neugotisches Friedhofskreuz (1911) mit Metallkorpus.
Ebenfalls bei der Kirche befindet sich ein 5 m hohes Kriegerehrenmal aus gelbem Sandstein (1922). Die Reliefdarstellungen am Schaft zeigen Christus, der die Schlange zertritt, einen Soldaten und eine trauernde Mutter.
Ehemalige kurtrierische Wasserburg
Die frühere kurfürstliche Wasserburg liegt zwischen der Hauptstraße und dem Moselufer. Die spätmittelalterliche Anlage mit dem hochaufragenden Burghaus hebt sich markant von der vierseitigen Umbauung ab. Zugänglich ist sie vom Gemeindeplatz aus. Sie ist Zeugnis der grundherrschaftlichen Entwicklung in Klüsserath und darüber hinaus ein gutes Beispiel für die Wandlung einer Burg zum Schloß.
Ehemaliger Echternacher Hof
Der ehemalige Echternacher Hof am östlichen Ortsende, ein Weingut aus dem frühen 18. Jahrhundert, ist ein Bruchsandsteinbau barocken Stils. An beiden Seiten sind eine eingeschossige Küferwerkstatt und eine Scheune angebaut. Im westlichen Innenhof befindet sich ein Weinkeller. Die Einteilung im Innern des Gebäudes ist noch original erhalten.
Das Heiligenhäuschen bei dem ehemaligen Echternacher Hof erinnert an die älteste Pfarrkirche an dieser Stelle. Errichtet wurde es im Jahre 1935. Die barocken Steinfiguren gingen durch Raub verloren.
Weitere Besichtigungspunkte in Klüsserath sind verschiedene Höfe, das Gebäude der ehemaligen Synagoge, die Marienkapelle (Hauptstraße 119), verschiedene Wegekreuze und der Dorfbrunnen bei der Gerichtslinde, an der sich noch die Eisenringe befinden, mit denen die Delinquenten angekettet wurden.
Tourismusangebote
In und um Klüsserath gibt es markierte Wanderwege. Zwischen Trier und Koblenz verläuft auch der Moselhöhenweg, der durch ein "M" markiert ist. Die Route führt auf beiden Seiten der Mosel sowohl durch den Hunsrück als auch durch die Eifel. Höhepunkte der einzelnen Etappen sind die zahlreichen Burgen und Burgruinen an der Mosel sowie herrliche Aussichtspunkte auf das windungsreiche Moseltal und die romantischen Moselorte. Als Tagesetappen vom Moselhöhenweg auf der Eifelseite empfehlen sich folgende Strecken von Klüsserath aus:
- Klüsserath - Schweich (ca. 15 km)
- Klüsserath - Lieser (ca. 19 km)
Der Moselhöhenweg von Klüsserath nach Schweich führt zunächst über die Salm und dann in einigen Windungen vorbei an der Kahlbachmühle und weiter durch die Weinberge oberhalb von Ensch bis zum sogenannten Zitronenkreuz (300 m. ü. M.). Die nächste Station ist das Landwehrkreuz (410 m. ü. M.) auf dem Hummelsberg. Von dort geht es weiter am Mehringer Berg vorbei zwischen Weinbergen und Wald bis zum Etappenziel Schweich.
Der Moselhöhenweg von Klüsserath nach Lieser führt im ersten Streckenteil durch Weinbergswege und Waldwege bis zum Piesporter Heiligenhaus oberhalb von Piesport. Auf diesem Abschnitt kommt man an einer Schutzhütte, einer Waldkapelle und zwei Grillhütten vorbei. Weiter geht es überwiegend durch Waldgebiete nach Osann-Monzel. Hinter dem Ort verläuft der Moselhöhenweg oberhalb der bekannten Weinlage "Brauneberger Juffer", bis es dann hinter einer weiteren Schutzhütte schließlich talwärts nach Lieser geht.
Fahrradfahrer können von Klüsserath aus moselabwärts nach Trittenheim oder moselaufwärts in Richtung Ensch fahren. Bevor man Ensch erreicht, kann man über eine Brücke nach Thörnich übersetzen und von dort in beiden Richtungen den Mosel-Fahrradweg benutzen.
Vorschlag für das Treffen
Freitag
- Individuelle Anreise der Teilnehmer
- Einchecken, Stellplatz beziehen, zwangloses Kennen lernen bzw. wieder sehen
- 19 Uhr Begrüßung der Teilnehmer
- Erstes Erkunden von Klüsserath
Samstag
- Individuelle Gestaltung des Vormittags, z.B. Besichtigungen, Radfahren, etc. oder
- Planwagenfahrt durch die Weinberge, ca. 2 Std. (ca. 7.-- EUR pro Person bei 10 bis 12 Personen je Planwagen)
- 17 Uhr Weinprobe im Gewölbekeller des Weingutes bzw. der Straußwirtschaft zur Burg (www.weingut-heinz-regnery.de). Kosten: 8,-- EUR pro Person
- 19 Uhr gemeinsames Abendessen in der Burg
Sonntag
- Individuelle Gestaltung des Vormittags, z.B. Besichtigungen, Radfahren, etc.
- Verabschiedung der Teilnehmer
Wir werden für unser Treffen einen reservierten Bereich auf dem Stellplatz bekommen, sodass wir zusammen stehen werden. Die Übernachtungspauschale beträgt pro Nacht und Fahrzeug 5,-- EUR; Strom bei Bedarf 1,50 EUR. Ansprechpartner vor Ort ist Hr. Manfred Hero, der Stellplatzbetreiber.
Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch natürlich jederzeit mit uns in Verbindung setzen. Schreibt eine E-Mail an post@concorde-reisemobilfreunde.de oder benutzt unser Kontaktformular.
Nun hoffen wir nur noch auf gutes Septemberwetter und regen Zuspruch. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und auf's Kennenlernen!
Es grüßen die Concorde-Reisemobilfreunde